TOLL verpackt: Gastgeschenke für meine chinesischen Gastgeber (Haribo)

Ich weiß gar nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber bei mir steht ja bald, also SEHR BALD, eine Reise nach China an. Um genau zu sein, sind es nur noch SECHS TAGE bis zum Flug. Als wir den Flug gebucht haben, erschien mir das alles noch so weit weg… Aber wie es nun einmal so ist, die Uhren scheinen schneller zu laufen, wenn etwas derartig Großes ansteht… Und auf einmal sind es nur noch SECHS TAGE! Dem entsprechend bin ich derzeit mit den Vorbereitungen für die Reise beschäftigt. Natürlich plane ich bereits eine ganze Weile, und es ist auch schon viel erledigt, aber einiges Dinge fehlen eben noch. Unter anderem die passende Geschenkverpackung für die Gastgeschenke.

 

Die Verpackung ist wichtig bei Geschenken für chinesische Gastgeber!

Freunde, um es mal in zugespitzten Worten auszudrücken: Der Inhalt ist fast schon zweitrangig, die Geschenkverpackung ist das A und O! WAS ich verschenken werde, das weiß ich ja schon ziemlich lange. Aber das macht die Wahl der passenden Verpackung nicht einfacher. Heute zeige ich euch, was mich wohl am meisten Zeit gekostet hat: das Einpacken von Haribo. Denn natürlich geht es ÜBERHAUPTNICHT, dass man einfach eine 100 Gramm Tüte Gummibärchen kauft und in den Koffer wirft, um sie dann in China dem Gastgeber wohlmöglich auch noch direkt aus dem Koffer heraus rüberwirft. Das ist ein absolutes NO GO.

 

Geschenke für chinesische Gastgeber richtig einpacken

Wer Haribo verschenken will, sollte sich die 100-Gramm-Tüten direkt aus dem Kopf schlagen. Für Geschenke eignen sich die kleinen Tütchen mit Haribo jedoch sehr gut. Ich hatte sogar besonders viel Glück, denn ich konnte gemischte 750 Gramm-Tüten ergattern, in denen viele Haribo-Highlights enthalten sind: Gummibärchen (normal und Fruchtsaft), Cola-Fläschchen, Roulette, Tropical und Schnuller. Ich habe das genommen, was am wenigsten enthalten war (Cola-Fläschchen natürlich…) und habe mich daran orientiert, wie viele Haribo-Päckchen ich schnüren kann, schließlich sollen alle Päckchen identisch sein, damit sich keiner benachteiligt fühlt. Nachdem die Tütchen sortiert waren stellte sich also heraus, dass ich acht Päckchen schnüren kann. Alles habe ich sorgfältig verpackt. Es gilt der Grundsatz: „Wenn sich einer keine Mühe gibt beim einpacken, ist es nicht wert ausgepackt zu werden“. Ich habe also schön alle Tütchen eingepackt und das dann noch in einen Zellglasbeutel gegeben. Mehrfach verpackte Geschenke kommen nämlich auch immer sehr gut an.

 

Geschenke für chinesische Gastgeber: Die Farbwahl

Rot und Gold/ Gelb stehen in China für das Glück. Will man seinen Gastgebern also durch die Blume viel Glück wünschen, so sollte möglichst viel rotes und gelbes oder goldenes Papier und Geschenkband verwendet werden. Nun gut, so ganz konnte ich nicht aus meiner Haut raus, aus diesem Grund sind auch einige Tütchen in meinem geliebten Rosa-Glitzer-Papier eingepackt worden (welches nun allerdings leer ist *PANIK*). Ein Stück von mir soll schließlich dabei sein *g*. Meine Metal-Seele ist nunmal pink-glitzerig, ich kann nichts dafür :D.

Und hier noch das Ergebnis meiner dreistündigen Einpack-Aktion:

Ich bin sehr zufrieden und ich hoffe, meine Gastgeber finden es auch so TOLL, wie ich!

Edit: Meine zuverlässige Quelle (meine chinesische Freundin) leugnete heute, dies alles gesagt zu haben. Da es in China unüblich ist, dass die Geschenke vor der schenkenden Person ausgepackt werden (was ich wusste), sei die Verpackung doch nicht sooooo wichtig (ahhhhhh….!!!). Wie auch immer, es kann nicht schlecht sein, dass alles schön eingepackt wird *g*. Man wird sehen können, dass ich mir Mühe gegeben habe :).

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Wirklich TOLL: Terry Pratchett – Der fünfte Elefant

Terry Pratchett – Der fünfte Elefant

Momentan habe ich zum lesen leider kaum Zeit. Aber ein paar Seiten pro Tag müssen es schon sein, denn so richtig wohl fühle ich mich nicht wirklich, wenn ich nicht wenigstens kurz ein Buch vor der Nase gehabt habe. Nach einem Thriller und zwei „Seitensprüngen“ (Bücher abseits meiner herkömmlich bevorzugten Genres), möchte ich euch heute von meinen Leseeindrücken eines Buches berichten, was ohne Zweifel dem Bereich Fantasy zuzuschreiben ist: Terry Pratchett – Der fünfte Elefant.

 

Klappentext:

Sam Mumm von der Stadtwache reist als Botschafter Ankh-Morporks in das geheimnisvolle und fettreiche Land Überwald. Dort erfährt er, dass den Zwergen die uralte Steinsemmel, das Symbol der Königswürde, gestohlen wurde. Er stellt Ermittlungen an und gerät prompt in die verwickelten politischen Auseinandersetzungen zwischen Zwergen, Werwölfen und Vampiren.

 

Meine Leseeindrücke:

„Der fünfte Elefant“ ist Teil der Wächter-Reihe. Auf Sam Mumm, der in gewohnter Art sein Dasein fristet, kommen harte Zeiten zu. Er ahnt bereits etwas, als er zu dem Patrizier Lord Vetinari bestellt wird, doch da ist es bereits zu spät: Mumm muss als Diplomat nach Überwald. Diese Vorstellung alleine ist für Scheibenwelt-Kenner sicherlich schon einen Lacher wert, denn der sture und bodenständige Hauptmann der Wache kann einfach keinen Gefallen daran finden, seine Gardeuniform zu tragen. Und das liegt nicht nur an der Feder auf dem Helm, auch die Strumpfhosen machen ihn nicht sehr glücklich. Es verwundert gar nicht, dass Sam Mumm auch in diesem Band wieder herrlich schrullig dargestellt wird, ohne in meinen Augen an Sympathie zu verlieren. Zudem wird er wieder von seiner besten Seite gezeigt: nichts hält ihn auf, wenn er auf eine Spur gestoßen ist, da stellen auch Werwölfe und Vampire keine Ausnahmen dar.

 

Während Mumm seine diplomatischen Fähigkeiten unter Beweis stellt, was seinen Verhandlungspartnern sicher die eine oder andere Unannehmlichkeit bereitet, die bei dem Leser oft mehr als nur ein Schmunzeln hervorrufen, stellt sich die Werwölfin Angua, selbstredend ist auch sie im Zuge der Gleichberechtigung für Minderheiten auch Teil der Stadtwache, ihrer Vergangenheit. Dieser Handlungsstrang hat mir ehrlich gesagt nicht so gut gefallen. Denn Hauptmann Karotte (ihr „Lebensabschnittsgefährte“, seines Zeichens ein zwei Meter großer Zwerg) und Angua machen in den übrigen Wachen-Romanen einen sehr sympathischen Eindruck. In „Der fünfte Elefant“ bekommt dieses Bild einen kleinen Knacks. Das mag daran liegen, dass man so durch diesen Teil der Handlung durchgezogen wird. Die Ruhe und Gelassenheit, die die beiden sonst ausstrahlen, auf denen ihr Erfolg beruht, fehlt vollkommen in dieser Hetzjagd durch den Roman. Natürlich mag ich beide dennoch auch in diesem Band, aber ich bin gespannt, was der nächste Wächter-Roman in dieser Hinsicht für mich bereithält.

 

Die einzelnen Handlungsstränge sind wieder sehr gut aufeinander abgestimmt und ergeben ein Rundes Gesamtbild. Natürlich kann man sich schon relativ früh denken, wer der gemeine Semmeldieb ist und was mit der heiligen Semmel passiert ist, aber auf die Lösung des Falls kommt es wie bei vielen Wachen-Romanen ja auch gar nicht an, da Pratchett es immer wieder schafft neue Überraschungen aus dem Hut zu zaubern, selbst wenn bereits alle Karten auf dem Tisch liegen. Viel Interessanter für mich waren auch diesmal wieder die kleinen Nebenhandlungen, wie zum Beispiel der Ausbau des Kommunikationssystems und die Einführung strengerer Verkehrsregeln in Ankh-Morpork. Es geschehen noch Zeichen und Wunder! 😀

„Der fünfte Elefant“ ermöglicht dem Leser zudem einen Einblick in die Sagen und Mythen der Scheibenwelt. Wir erfahren, dass es ursprünglich einmal fünf Elefanten gab, die auf dem Rücken der Schildkröte Groß A’Tuin gestanden haben. Sein Schicksal hat die Menschen aus Überwald zu begehrten Handelspartnern gemacht. Wer mehr über den Abbau von Fett, die Rangordnung von Werwolffamilien oder abstinente Vampire erfahren möchte, sollte sich diesen Band der Wächter-Reihe nicht entgehen lassen!

 

Von mir gibt es 5 von 5 Punkten – ein TOLLES Buch!

 

PS: Es ist ratsam, die Bände der einzelnen Reihen (Wachen / Tod / Hexen / Zauberer)  in der empfohlenen Lesereihenfolge zu lesen. Denn auch wenn viele der Romane abgeschlossen sind, bauen die Handlungen schon in gewisser Weise aufeinander auf. Pratchett-Neulinge sollten, wenn sie nun Lust auf „Der fünfte Elefant“ bekommen haben, mit „Wachen! Wachen!“ beginnen und sich dann zu „Der fünfte Elefant“ „hochlesen“. Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen ;)!

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Eine Übersicht über seine Bücher zu haben ist etwas TOLLES

Das letzte Buch – und was DANN??

Meine Freundin Ela hat mich heute auf eine Idee gebracht. Heute wollte ich nach den ganzen Strickthemen in der letzten Zeit mal wieder eine Rezension schreiben, aber nun habe ich mich dazu entschlossen, mir einen Überblick über meine Bücher zu verschaffen. Denn ich möchte nicht, dass ich mal vor dem gleichen Problem stehen werde, wie Ela. Sie liest gerade ihr „letztes Buch“. Und sie hat jetzt nur noch 50 Seiten vor sich. Danach sitzt sie, was den Lesestoff betrifft, auf dem Trockenen. Eine Horrorvorstellung! Das kann mir eigentlich nicht passieren, ich habe immer mindestens drei Bücher, die ich noch nicht gelesen habe im Regal. Aber jetzt möchte ich es ganz genau wissen, und ich werde nichts beschönigen (was heißt, dass ich auch Bücher aufführen werde, die ich irgendwann einmal gekauft habe, die dann aber doch irgendwie ihren Reiz für mich verloren haben). Ans Werk!

 

Bücher zählen mit System

Tja, ich habe festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, alle Bücher zu zählen. Denn dafür muss man sich erst einmal einen Überblick verschaffe, wo man seine Bücher aktuell gerade so lagert. Ich hoffe, dass ich nun keines vergessen habe, aber eigentlich dürften es alle sein. Nach meiner Zählung befinden sich aktuell 331 Bücher in meinem Besitz. Ich habe einfach alle gezählt, die so rumstanden ;). Das heißt in dieser Zahl sind auch alle Schul- und Unibücher enthalten (denn ich konnte mich bis jetzt von keinem Buch trennen *g*). Dreihunderteinunddreißig Bücher, das es so viele sind, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ein TOLLES Gefühl!

Ich habe die Bücher regalweise gezählt, das erschien mir am sinnvollsten und so habe ich auch den Überblick nicht verloren. Spannend wäre jetzt noch, wenn ich sie nach Genre zählen würde, ob ich dann auch auf die gleiche Zahl komme *g*. Aber ich bin mir ziemlich sicher keines vergessen zu haben (ich habe sogar in den Schubladen nachgesehen, wo ich auch tatsächlich zwei Bücher gefunden habe). Um mich nicht zu verzetteln, habe ich die Anzahl der Bücher pro Regalbrett notiert und diese am Ende zusammengerechnet. Das wäre vielleicht so nicht notwendig gewesen, sooo viele Bücher sind es ja nun doch noch nicht, aber wenn ich irgendwann einmal meine erhoffte eigene Bibliothek besitze, dann ist eine derartige Zählweise sicher das Richtige. Oder ich sollte jetzt schon einmal damit beginnen, meine Bücher zu katalogisieren… Ich denke mal darüber nach. Aber kommen wir nun zu dem, was der eigentliche Sinn dieser Zählung war: die Auflistung des SUBs.

 

Mein SUB (Stapel Ungelesener Bücher), Stand: 05.07.2011

  • Alvarez, Viola – Wer gab dir, Liebe, die Gewalt – Der große Roman um Walther von der Vogelweide
  • Auster, Paul – In the Country of Last Things
  • Binchy, Maeve – Die irische Signora
  • Brüder Grimm – Deutsche Sagen (Band 1-3)
  • Cashore, Kristin – Graceling
  • Colfer, Eoin – Artemis Fowl – Der Geheimcode
  • Cristie, Agatha – The 13 Problems
  • Die Märchen der Welt – Norwegische Volksmärchen
  • Die Märchen der Welt – Schwedische Volksmärchen
  • Fredriksson, Marianne – Simon
  • Freud, Sigmund – Die Traumdeutung
  • Harris, Joanne – Fünf Viertel einer Orange
  • Hohlbein, Wolfgang und Heike – KatzenWinter
  • Jones, Diana Wynne – Castle in the Air
  • Konsalik – Das goldene Meer
  • Lossau, Jens / Schumacher, Jens – Der Elbenschlächter
  • Luce, Flavia de – Mord im Gurkenbeet
  • Mann, Thomas – Doktor Faustus
  • Maron, Eric – Die Fürstin
  • Meyer, Kai – Seide und Schwert
  • Montefiore, Santa – Der Geisterbaum – Die Geschichte einer verbotenen Liebe
  • Nabokov, Vladimir – Lolita
  • Noll, Ingrid – Die Häupter meiner Lieben
  • Nuyen, Jenny-Mai – Nijura – Das Erbe der Elfenkrone
  • Ovid – Metamorphosen
  • Pratchett, Terry – The Color of Magic (auf Deutsch schon gelesen)
  • Pratchett, Terry – The Light fantastic (auf Deutsch schon gelesen)
  • Schenk, Michael H. – Die Pferdelords und die Korsaren von Um’Briel
  • Stroud, Jonathan – Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  • Tolkien, J.R.R. – The Fellowship of the Ring (auf Deutsch schon gelesen)
  • Tolkien, J.R.R. – The two Towers (auf deutsch schon gelesen)
  • Tolkien, J.R.R. –  The Return of the King (auf Deutsch schon gelesen)
  • Wood, Barbara – Spur der Flammen
  • Zusak, Markus – The Book Thief

Zusammen sind es also 36 Bücher, die auf meinem SUB liegen. Naja, man kann wohl getrost den Doktor Faustus abziehen, den werde ich wohl niemals zu Ende lesen (denn angefangen hatte ich es schon einmal für ein Seminar). Und auch die Metamorphosen werden wohl, wenn überhaupt, dann nur in Auszügen gelesen werden. Was mich da geritten hat, weiß ich bis heute nicht. Naja, im Großen und Ganzen ist es noch ein guter Mix aus selbstgekauften, von Mama „geerbten“ und aus dem Tauschregal ergatterten Büchern, auf die ich mich schon sehr freue!

Eins kann ich festhalten: ich muss keine Angst haben, dass ich demnächst keinen Lesestoff mehr habe. Das ist nun wirklich sehr TOLL!

 

PS: Meine Wunschliste umfasst aktuell 82 Bücher, und sie wächst und wächst … :D.

 

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Das Gewicht von Wolle und wie man es messen kann

Gestern habe ich euch gefragt, wie viel Gramm eigentlich 100 Gramm sind. Vielen Dank für die rege Beteiligung an dem Gespräch :)! Ich möchte an dieser Stelle die Ergebnisse einmal kurz zusammenfassen:

Wolle wiegen – aber wie?

Es hat sich herausgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, Wolle zu wiegen. Denn Ilona G. aus der FB-Gruppe hat angemerkt, dass Wolle mehr als 80% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne dass sie sich nass anfühlt. Legt man nun eine vollgesogene Wolle auf eine Waage, wird natürlich das deutlich erhöhte Gewicht angezeigt. Woher aber soll man wissen, ob die aktuelle Wolle gerade sehr viel Feuchtigkeit aufgenommen hat? Für den normalen Verbraucher ist es sehr schwer, optimale Bedingungen zu schaffen, um das Gewicht von Wolle Messen zu können. Weil das der Fall ist, wird auf jedem Knäuel nicht nur das Gewicht der Wolle angegeben, sondern auch die Lauflänge. Durch die Angabe der Lauflänge solle der Kunde eine Möglichkeit haben zu überprüfen, ob er die richtige Warenmenge erhalten hat, auch wenn das Gewicht abweicht.

Ich habe ein Knäuel mit 420 Metern Lauflänge – wie soll ich da die Länge messen?!

Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Zuerst nur für mich, dann auch in der FB-Gruppe. Und auch hier kam wieder erstaunliches zu Tage: es ist nämlich gar nicht so schwer, die Länge eines Strangs oder eines Knäuels zu messen. Wer sich schon mit Maßband, mehreren Zollstöcken und zahlreichen helfenden Händen auf einer gesperrten Straße gesehen hat, um die Länge zu messen, der kann nun beruhigt aufatmen. Hilfe kommt aus einem Bereich, mit dem man an dieser Stelle wohl nicht gerechnet hätte: aus dem Anglerbedarf. In der FB Gruppe gab es doch tatsächlich jemanden (Iris S.), die an ihre spinnende Freundin (Mädels, sie spinnt Wolle! 😉 ) einen sogenannten Schnurzähler oder Tiefenmesser verschenkt hat. Damit ist es ganz einfach, die Länge der Wolle zu messen und Tiefenmesser sind gar nicht so teuer. Da kann man ruhig mal über eine Anschaffung nachdenken (mit den meisten Geräten ist eine Messung bis zu 999 Metern möglich). Dann ist man auf der sicheren Seite.

Wo sind meine fehlenden 10 Gramm?

Nicole hat mir den Rat gegeben, einfach mal die Verkäuferin anzuschreiben. Das habe ich auch heute morgen vor der Uni direkt noch schnell gemacht :). Und hier der wichtige Teil der Antwort:

Hallo Eva, das Problem hatte ich bereits und mein Lieferant hat mir versichert, dass die Wolle bei einer bestimmten Temperatur (ich glaube 21 od. 22°... wenn ich mich 
recht erinnere) "vermessen" wird und so exakt 420 m zu einem Strang gelegt werden... der dann bei dieser Temperatur irgendwie 100 g hat. Damit musste und habe ich 
mich auch zufrieden gegeben. Leider finde ich auf die schnelle jetzt die Mail nicht, ich hab sie aber aufgehoben für mich zur Sicherheit. Natürlich wiege ich ab und an 
auch nach und je nachdem, wo ich die Wolle gerade lagere (die Rohwolle habe ich im Lager in der Wohnung) und die gefärbten lagern im Geschäft, das ist ein sehr kühler 
Raum im Erdgeschoss. Das alles beachtet habe ich persönlich keine Abweichungen feststellen können ( meine Wiegungen ergeben also immer auch zwischen 95 und 
105 g... je nach Lagerort). Da ich von den Strängen nichts abschneide sondern so färbe, wie ich sie erhalte, geh ich davon aus, dass es 420 m sind und das Recht ist so 
wohl auf meiner Seite

Das heißt wohl für mich: Pech gehabt. Das liegt im Bereich der herkömmlichen Abweichung :(.

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Wie viel Gramm sind eigentlich 100 Gramm?

Heute möchte ich einmal einen Artikel außer der Reihe schreiben. Sicher wundert ihr euch über die Überschrift, denn eigentlich sollte ja klar sein, wie viel Gramm 100 Gramm sind.

Leider ist das nicht der Fall. In vielen Bereichen kommt es immer wieder vor, dass einhundert Gramm eben nicht einhundert Gramm sind, auch wenn es so deklariert ist. Das kann zum Beispiel bei abgepackten Lebensmitteln vorkommen oder generell bei Waren, die nach Gewicht gekauft werden. Es gibt sogar vom Gesetz vorgeschriebene zu tollerierende Abweichmengen. Das bedeutet, dass ein Hersteller etwa eine Packung Käse mit plus oder minus (ich sag jetzt einfach mal eine fiktive Zahl, denn die genauen Richtlinien sind mir nicht bekannt): 10%. Das bedeutet, dass bei einer 200 Gramm-Packung Käse auch schon einmal 180 Gramm oder aber 220 Gramm enthalten sein dürften. Natürlich regt man sich als Verbraucher lediglich über eine Abweichung auf, wenn man weniger bekommen hat, als man eigentlich bezahlt hat. Aber aus meiner Erfahrung ist es meistens so, dass etwa in einer Tüte Aufbackbrötchen (aufgedruckte Mengenangabe 8 Stück) eher mal nur sieben Brötchen enthalten sind statt neun, sofern mal eine Abweichung vorliegt. Das ist natürlich ärgerlich.


Doch heute möchte ich nicht über Chips, Brötchen oder Käse sprechen, sondern ich möchte mich an Strickerinnen und Häklerinnen richten, mit denen ich über Wolle sprechen möchte. Viele von uns kaufen 100-Gramm-Schritten. Wie hoch ist eure Toleranzgrenze bei der Abweichung von diesen besagten 100 Gramm? Ich bin übrigens darauf gekommen, weil ich eine Pimpelliese gestrickt habe, für die ich sehr günstig selbstgefärbte Wolle auf einer bekannten Plattform ersteigern konnte. Ich habe gerade noch einmal die Angebotsseite geöffnet um euch folgendes Zitat zu kopieren:

Es wird ein Überraschungspaket von mindestens 200 g „bunt gemixert“.

Sicher wäre mir eine Abweichung überhaupt nicht aufgefallen, wenn ich nicht die Pimpelliese gestrickt hätte. Um dieses Tuch zu stricken, soll die Wolle gewogen werden, damit man, sobald man etwa die Hälfte der Wolle verstrickt hat, mit den Abnahmen beginnen kann. Dabei stellte ich fest, dass einer der beiden ersteigerten Stränge „nur“ 95 Gramm wog. Na gut dachte ich, kann ja vorkommen, gell. Allerdings stricke ich nicht nur eine Pimpelliese, sondern zwei. Und auch bei dem zweiten Strang musste ich feststellen, dass er an die 100 Gramm nicht herankommt (auch lediglich 95 Gramm). Das bedeutet, dass ich statt „mindestens 200 Gramm“ nur 190 Gramm Wolle erhalten habe. Das ist eine Abweichung von 5%. Ich denke, ich muss euch nicht sagen, dass 10 Gramm Wolle weniger bei einer Lauflänge von 420 Metern pro 100 Gramm schon ein ansehnlicher Verlust ist (nämlich genau 42 Meter 😉 ). Das ist schon recht ärgerlich. Natürlich habe ich diese Wolle nun wirklich günstig ersteigert, aber natürlich hätte es ja auch sein können, dass diese Auktion mit einem deutlich höheren Betrag hätte enden können.

Ich weiß, viele von euch lieben selbstgefärbte Wolle (ich selber finde auch so viele der Kreationen einfach nur TOLL!) und einige färben sogar selber. Wie handhabt ihr das, wenn ihr „100 Gramm Wolle“ kauft oder verkauft? Kontrolliert ihr überhaupt das tatsächliche Gewicht? Beeinflusst euch das dahingehend, ob ihr noch einmal bei dem Shop einkauft? Wie sieht es bei Markenwolle aus? Ist die Waage euer ständiger Begleiter? Was macht ihr, wenn die Abweichung zu groß ist?

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Eine Pimpelliese ist etwas TOLLES

Endlich ist es fertig: mein allererstes Tuch. Nebenbei sollte ich vielleicht auch noch erwähnen, dass ich auch das erste Mal mit einem Muster gearbeitet habe. Ich muss sagen, ich bin wirklich sehr stolz, das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut. Genug des Eigenlobs *g*. Hier ist das Ergebnis:


Das ist sie also, meine erste Pimpelliese nach der Anleitung von SpinningMartha. Sie ist hergestellt aus 95 Gramm gefärbter Sockenwolle (75% Schurwolle / 25% Polyamid; Lauflänge 420 Meter pro 100 Gramm), die ich sehr günstig ersteigern konnte. Von der Wolle habe ich leider keinen Rest, ich habe alles aufgebraucht. Hier habe ich noch eine Detailansicht für euch:


Leider ist die Wolle sehr „unruhig“, auf dem Bild kann man das klassische Lochmuster in den Dreiecken nicht so gut erkennen. Ich habe lange gebraucht, bis ich das Muster stricken konnte, ich habe das Strickwerk sicher acht oder neun mal wieder aufgeribbelt nach sechs-sieben Rapporten, da ich das Muster nie richtig hinbekommen habe. Es sollte einem ja schon jemand sagen, dass die Richtung des Umschlags von ungeheurer Wichtigkeit ist ;). Übrigens, ich hätte noch einen minimalen Rest Wolle übrig gehabt, wenn ich nicht die obere Kante noch einmal umhäkelt hätte. Das Werk hat sich nicht gerollt oder ähnliches, jedoch war die Kante recht ungleichmäßig, seht selbst:

Ich bin sehr zufrieden mit dieser TOLLEN Pimpelliese, und ich hoffe, dass sie ihrer neuen Besitzerin ebensogut gefallen wird :).

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