Ein TOLLES Projekt: 12 in 2012 – Die erste Änderung

Ich habe einige Änderungen an meiner Liste für das Projekt 12 in 2012 vorgenommen. Für einen besseren Überblick hier noch einmal die alte Liste:

Folgende Änderungen habe ich vorgenommen: Die Norwegermütze ist gänzlich aus der Liste geflogen. Ich habe einfach keine Anleitung finden können, die sowohl mir, als auch meiner Schwester gefallen hätte. Stattdessen habe ich das Spring Beret von Natalie Larsson in die Liste aufgenommen. Ebenso wurde das Tuch Antonia gegen das Tuch „Vergissmeinnicht“ von Sue Berg ausgetauscht. Zudem habe ich einige Projekte getauscht. Hier die neue Liste für das Projekt 12 in 2012:

Mal sehen, wie gut ich durchkomme *g*.

Rot+unterstrichen = Link zu dem entsprechenden Projekt.

Fertig: 6 / 12

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Gehäkelte Wärmestofftiere sind TOLL!

Ich habe es wieder getan! Ich habe den vierten Teddybär nach der Anleitung von eliZZZa gehäkelt. Auch dieser Teddy ist wieder ein Wärmestofftier geworden, da er, statt mit Füllwatte, mit Kirschkernen gefüllt ist. So ein Wärmestofftier-Teddybär ist wirklich schnell gehäkelt und mit der Videoanleitung von Elisabeth Wetsch ist es auch wirklich sehr einfach. Wenn ich das kann, dann kann das jeder .

Und hier die Bilder von dem neuesten Wärmestofftier-Teddybär:

Häkelstofftier für Noah

Wärmestofftier Häkelbär

Häkelteddy

Die Farben sind in Wirklichkeit ein wenig knalliger. Das Orange ist zum Beispiel viel saftiger und wärmer als auf den Bildern. Diesen Häkelteddy habe ich mit einer Häkelnadel Größe 3,0 und dem Record 210 Color Garn (100% Baumwolle, Farbe 210, Lauflänge ca. 90 Meter auf 50 Gramm) gehäkelt.

Gerne würde ich euch ja mal ein Gruppenbild meiner Wärmestofftiere zeigen, das geht nur leider nicht. Denn ich habe sie alle verschenkt! Ein Häkelteddy ging an meinen kleinen Neffen und einer an meine beste Freundin. Ein weiteres Häkelstofftier ging an meine Schnegge. Und auch dieser Häkelteddy wohnt schon seit dem vorletzten Wochenende nicht mehr bei mir, denn er war ein Geschenk für meinen großen Neffen. Vielleicht kommen sie ja alle mal zu einem Wärmestofftier-Kuscheltreffen zusammen .

Eigentlich wollte ich erst im August wieder einen Häkelteddy häkeln. Da sich aber mein Neffe einen eigenen Bären gewünscht hat und weil sein Geburtstag nunmal im Februar ist, habe ich das Augustprojekt für 12 in 2012 einfach vorgezogen. Vielleicht werde ich ja auch im August einfach noch ein Wärmestofftier häkeln, einen Abnehmer finde ich ganz bestimmt!

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Sehr TOLL: Kratzige Wolle ganz einfach weich bekommen mit einem „Lanolinbad“

Wie ihr wisst, habe ich im Februar eine Pimpelliese für als Februarprojekt für 12 in 2012 gestrickt. Leider hatte dieses Dreieckstuch einen kleinen Haken: die verwendete Wolle war kratzig. Ich hatte die Wolle im Internet bestellt und konnte sie somit auch nicht „probetasten“. Ich habe einfach auf die bewährte Qualität von Sockenwolle vertraut. Allerdings habe ich schon beim Stricken gemerkt, dass diese Wolle kratzig sein könnte. Das habe ich allerdings lange ignoriert, schließlich hatte ich ja schon viel Arbeit in die Pimpelliese gesteckt. Aber alles Ignorieren hat nicht geholfen, die fertige Pimpelliese kratzte. Ich selbst habe das schon gemerkt und auch meine Schwester, für die ich das Tuch ja gestrickt hatte, merkte etwas in dieser Richtung an. Auch ein paar Bekannte und Freunde haben wir die Liese dann Probetragen lassen, sie waren auch fast alle der Meinung, dass sie das Tuch nicht über einen längeren Zeitraum tragen könnten. Was sollte ich denn nun machen? 60 Arbeitsstunden (oh ja, so lange habe ich an der 60-Zacken-Liese gestrickt) sollten für die Katz‘ sein?!

 

Was tun, wenn die Wolle kratzig ist?

Mein erster Gedanke war, dass ich mich mit der Händlerin in Verbindung setzen muss. Denn, nicht nur, dass wir ja pro 100 Gramm mehr bezahlt hatten, als für normale Sockenwolle (wofür ich ja durchaus Verständnis habe, ist ja alles Handarbeit und auch noch eine Wunschfärbung!), wir hatten ja auch noch 300 Gramm Wolle übrig! Wenn man gegen das Kratzen nichts hätte machen können, hätte ich diese Wolle natürlich auch nicht mehr verarbeitet, obwohl ja noch einige Teile des Geschenk-Sets ausstehen. Also, was tun? Die Händlerin gab mir den Tipp, das Strickstück zu frosten (in den Eisschrank zu legen) und mit einer Schere die überstehenden Fäden abzuschneiden. Ähhh ja, natürlich wusste sie nicht, dass es sich um ein Tuch handelt mit über zwei Metern Länge, aber das kam schonmal nicht in Frage. Ein weiterer Tipp war das berühmte Essigbad mit anschließendem Bad in Haarspülung. Das allerdings hatte ich schon probiert. Die Liese lag über Nacht in einer Essigverdünnung und den darauffolgenden Tag in dem Spülungsbad. Geholfen hat das leider nicht. Ein weiterer Tipp war ein „Lanolinbad„, worunter ich mir gar nichts vorstellen konnte. Auch im Creaweltenforum hatte ich mein Leid geklagt und auch da bekam ich den Tipp mit dem Lanolinbad, hier allerdings direkt mit Anleitung. Das klang gar nicht so kompliziert und was hatte ich zu verlieren?

 

Mit einem Lanolinbad wird kratzige Wolle wieder weich – Anleitung in 7 Schritten

Laut Anleitung sollte ich Lanolin kaufen (das gibt es in der Apotheke). Ich sollte unbedingt darauf achten, dass das Lanolin OHNE WASSER ist. Also bin ich in die Apotheke gegangen und wollte „Lanolin OHNE WASSER“ kaufen. Da schaute mich die Verkäuferin verdattert an. Und dann wurde ich aufgeklärt. Lanolin, so sagte man mir, gibt es gar nicht ohne Wasser. Lanolin wird als Basis für Cremes und Salben verwendet. Lanolin, so sagte man mir, ist Wollwachs, das in einem aufwendigen Prozess mit Wasser verbunden wird, damit es jene spezielle, cremige Konsistenz bekommt. Und erst wenn das Wollwachs, oder auch Wollfett, mit Wasser verbunden ist, dann wird es offiziell Lanolin genannt.  Aha… Aber man hat mir gesagt… Ja, dann meinen Sie ganz sicher einfach nur Wollwachs. AAAAHHHAAA! Also, Freunde kuscheliger Wolle, es gibt kein Lanolin ohne Wasser. Lanolin ohne Wasser ist schlicht und einfach Wollwachs und trägt den lateinischen Namen Adeps lanae oder auch Lanolinum (da ist es dann wieder ). Ich habe mich, weil man mir sagte, dass 100 Gramm ewig halten würden und da es ja recht kostengünstig ist, dazu entschlossen, gleich zwei dieser 50-Gramm-Döschen zu erstehen (Wollwachs kann in jeder erdenklichen Menge abgefüllt werden, sie hatte dieses Pöttchen halt eben schon für mich fertig abgewogen). Ich habe noch gefragt, wie man Wollwachs wohl lagert (da es ja so ergiebig sein soll). Wollwachs, so sagte man mir, muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vielen Dank!

Anmerkung zum Wollwachskauf:

Es scheint so, dass einige Apotheken keinen Wollwachs führen, diesen nur im 1000-Gramm-Batzen abgeben oder zu vollkommen überzogenen Preisen anbieten. Ein Schäfchen aus der Nadelspiel-Gruppe hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man Lanolin ohne Wasser auch bei Amazon kaufen kann. Wenn ihr keine Apotheke in der Nähe habt, wenn eure Apotheke Wollwachs nur im Kilopaket vertreibt oder wenn eure Apotheke überzogene Preise fordert (etwa zehn Euro pro 50 Gramm), dann ist dies vielleicht eine gute Alternative.

 

Anleitung: So gönnt man dem Werk aus Wolle in 7 Schritten ein Wollwachsbad (auch Lanolinbad genannt)

Schritt 1: Einen Teelöffel Wollwachs und etwa die gleiche Menge an Spülmittel abmessen (das Spülmittel dient als Emulgator, ohne den sich das Wollwachs nicht auflösen könnte).

Achtung: Viel hilft nicht unbedingt viel! Wenn ihr zu viel Wollwachs auflöst, kann es sein, dass sich das Strickstück am Ende nicht flauschig, sondern fettig / seifig anfühlt. Probiert es mit dem einen Teelöffel, sollte es nicht ausreichen, kann die Prozedur wiederholt werden.

Schritt 2: Wollwachs und Spülmittel in kochendes Wasser einrühren (etwa 300-500 Milliliter), bis alle Fettaugen verschwunden sind. So muss es aussehen:

 

Schritt 3: Strickstück in ein Gefäß geben. Es muss so groß sein, dass das Strickstück darin in der Lösung schwimmen kann.

 

Schritt 4: Die Wollwachs-Spülmittel-Wasser-Mischung auf dem Strickstück verteilen.

Wichtig: Kai hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich an dieser Stelle etwas Wichtiges zu erwähnen vergessen habe. Die Wollwachs-Mischung sollte nicht kochendheiß auf die Arbeit aus Wolle gegeben werden, da diese sonst verfilzen könnte. Bei mir war die Mixtur nach dem Auflösen des Wollwachses (und dem damit verbunden Rühren, was insgesamt 2-5 Minuten in Anspruch nimmt) bereits deutlich heruntergekühlt, es ist ja auch eine vergleichsweise geringe Menge an Flüssigkeit. Wer unsicher ist könnte die Mixtur auch gleich in das lauwarme Auffüllwasser geben (nochmal rühren) und das Strickstück erst dann ins Bad legen.

 

Schritt 5: Lauwarmes Wasser in das Gefäß geben, bis das Werk aus Wolle vollständig mit Wasser bedeckt ist.

 

Schritt 6: Mehrere Stunden so stehen lassen (wir hatten die Liese über Nacht im Bad).

 

Schritt 7: Arbeit aus dem Wasser nehmen, (sofern notwendig, ganz vorsichtig und am besten in einem Handtuch eingewickelt) auswringen, trocknen lassen, FERTIG!

Die Wolle ist nach dieser Prozedur erheblich weicher. Sollte sie immernoch kratzig sein, kann das ganze wiederholt werden. Übrigens: die Wolle wird nicht nur weich, sondern auch wasser- und schmutzabweisender. Ein positiver Nebeneffekt!

So einfach kann es sein, kratzige Wolle weich zu bekommen, das finde ist TOLL!

Noch eine Anmerkung meinerseits, bezüglich der Wolle: Der Händlerin kreide ich das mit der Wolle nicht an. Ich sehe ja auch, dass alle anderen Kunden sehr zufrieden sind. Vielleicht waren es genau diese fünf Stränge, die etwas kratziger waren oder wir sind tatsächlich etwas sensibel. Wer weiß das schon *g*.

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Eine GENIAL-TOLLE Aktion: „Lesefreunde“

Am 23.04.2012 ist es wieder soweit. Am 23.04.2012 ist der „Welttag des Buches“. Zu diesem Anlass veranstalten die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und 20 deutsche Buchverlage die Aktion „Lesefreunde„, als Anlehnung an die englische „World Book Night“.

 

Was ist die Aktion „Lesefreunde“?

Die Aktion „Lesefreunde“ richtet sich in erster Linie an Buchfreunde und Leseverrückte, die ihre Leidenschaft gerne mit anderen Menschen teilen wollen, die der Lese-Sucht noch nicht oder noch nicht so stark erlegen sind. Zu diesem Zweck stellen die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 20 deutsche Verlage und 25 Autoren sage und schreibe 999.990 (neunhundertneunundneunzigtausendneunhundertneunzig!) Bücher zur Verfügung, die auf 33.333 Schenker verteilt werden (30 Bücher pro Schenker). Diese Schenker geben die Bücher weiter an Personen von denen sie glauben, dass sie ein neues Genre ausprobieren, einen neuen Leseeindruck sammeln oder einfach mal die Nase in ein Buch stecken sollten. Auf diese Weise soll bei den Beschenkten die Liebe zu Büchern geweckt werden.

 

Werde einer von 33.333 Buch-Schenkern!

Jeder kann sich bis zum 20.02.2012 als Buch-Schenker bewerben. Als Schenker hat man die Qual der Wahl. Es stehen 25 Titel zur Auswahl, ein wirklich bunter Genre-Mix. Von Stephenie Meyer – „Biss zum Morgengrauen“, über Tad Williams und Deborah Beale – „Die Drachen der Tinkerfarm“ oder Nick Hornby – „About a Boy“, bishin zu Umberto Eco – „Der Name der Rose“ oder Jane Austen – „Stolz und Vorurteil“ und viele mehr. Als ausgewählter Schenker bekommt man 30 Exemplare des gewählten Titels, die verteilt werden können. Du kannst dich hier als Buch-Schenker bewerben. Dazu musst du deine persönlichen Daten angeben, grob den Personenkreis umreißen, dem du die Bücher zukommen lassen möchtest und du sollst begründen, warum du dich als Buch-Schenker bewerben möchtest. Bis Mitte März hat man, sofern man als Schenker ausgewählt wurde, Zeit, den Abholort auszuwählen. Zwischen dem 10. und dem 14. April werden die Buchpakete an die teilnehmenden Buchhandlungen und Bibliotheken ausgeliefert, wo der Buch-Schenker  sie dann zwischen dem 16. und dem 23. April abholen kann.

 

Warum finde ich die Aktion „Lesefreunde“ so TOLL?

Diese Frage ist leicht zu beantworten. Ich glaube daran, dass es keine „Nicht-Leser“ gibt. Jeder Mensch ist ein Leser. Viele wissen es eben nur noch nicht, weil sie das eine Buch, welches sie für die Welt der Literatur öffnet, einfach noch nicht gefunden haben. Es kann ja durchaus sein, dass ein Schenker unter den 25 möglichen Titeln genau das Buch findet, von dem er glaubt, dass es einige Menschen aus seinem Umfeld (oder auch vollkommen fremde Personen) begeisten könnte. Und vielleicht kann durch diese Aktion der ein oder andere Buch-Liebhaber die vorhandene Leidenschaft für Bücher eines Noch-nicht-Leser wecken.

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Ein Paar TOLLE Schuhe: Baby-Converse für 12 in 2012

Gestern war es so weit, das Februar-Werk für das Projekt 12 in 2012 ist fertiggeworden: gehäkelte Baby-Chucks, Baby-Converse oder auch Baby-Booties, wie auch immer ihr sie nennen möchtet *g*. Es hat mich einiges an Mühe gekostet, das möchte ich nicht verschweigen. Denn ich kann nicht wirklich gut häkeln und entgegen meiner Planung, habe ich mich auch noch für eine englische Anleitung für Baby-Converse von Suzanne Resaul entschieden (meine erste englische Häkelanleitung!), da mir die Booties nach der Anleitung von Eltern.de doch nicht so gut gefallen haben:

Ich habe nach einer alternativen Anleitung gesucht und habe mich dann letztendlich für eine englische Anleitung entschieden, da mir diese gehäkelten Converse einfach am besten gefallen haben. Geholfen hat mir eine Legende für Häkelschriften von e-muster.com. Denn ich konnte weder die Häkelschrift lesen, noch wusste ich, was mir die Abkürzungen sagen sollten. Mit dieser Hilfe bin ich recht gut durchgekommen.

 

Gehäkelt nach abgewandelter Anleitung

Da meine Fähigkeiten was das Häkeln betrifft eher bescheiden sind, musste ich mich durchmogeln. So zum Beispiel:

Gehäkelte Baby-Converse Zunge vorher nachher



So sah der gehäkelte Schuh übrigens nach dem zweiten „Produktionsschritt“ (Zunge häkeln) aus:

Gehäkelte Baby-Converse Sohle und Zunge



Und so habe ich weiter gemogelt:

Sneakers Seitenteil vorher nachher

 

Wie ihr sehen könnt, werden meine Häkelkanten einfach nicht gerade, es bildet sich ein Knötchenrand. Diesen finde ich jedoch nicht so schön, daher habe ich die entsprechenden Stellen einfach einmal zusätzlich umhäkelt.

Außerdem habe ich die Anleitung ein wenig verändert. Zum einen ist mein Neffe schon fast sechs Monate alt, was bedeutet, dass ihm die Baby-Converse gar nicht mehr passen würden. Daher habe ich die Baby-Chucks einfach ein wenig größer gehäkelt (halbe Stäbchen statt feste Maschen, ganze Stäbchen statt halben Stäbchen etc.). Zudem habe ich den kleinen Baby-Booties auch noch etwas hinzugefügt, Schnürsenkelschlaufen (einfach in eine Masche einstechen und eine feste Masche häkeln, zwei Luftmaschen häkeln und in die übernächste Masche wieder eine feste Masche):

Schnürsenkelschlaufen bei gehäkelten Baby-Converse

Zum Schluss werden an beiden Seiten des Schaftes noch Verziehrungen angebracht und die Schuhe bekommen noch schwarze Nähte, dann sind die Schuhe auch schon fertig. Und hier sind meine ersten gehäkelten Baby-Converse nach englischer Anleitung:

Fertige gehäkelte Baby-Converse. Hier ist übrigens sehr schön zu sehen, dass ich bei dem oberen Schuh den Schaft zu weit vorne angesetzt habe……… -.-‚

Das war es also, mein Februar-Projekt für 12 in 2012. Nun freue ich mich auch das März-Projekt, wobei es auch da eine kleine Änderung geben wird *g*.

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„Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving: Eine TOLLE Lektüre?

Obwohl ich ja den Vorsatz hatte, 2012 alle Vorsätze Vorsätze sein zu lassen, habe ich ein paar klitzekleine Vorsätze für mein Buch-Jahr 2012 notiert. Unter anderem möchte ich mehr Leseeindrücke verfassen (was bedeutet, dass es mindestens sechs Leseeindrücke im Jahr 2012 geben wird ). Und deshalb gibt es nun gleich den ersten Leseeindruck zu John Irving – „Garp und wie er die Welt sah“.

 

Eckdaten

Autor: John Irving
Titel: Garp und wie er die Welt sah
Ersterscheinung: 1978
Seitenzahl: 656

Inhalt

„Garp und wie er die Welt sah“ ist die Biographie des (fiktiven) Schriftstellers T.S. Garp. Das Buch beschreibt sein Leben, von seiner Geburt, bis zu seinem Tode, mit allen seinen Höhe- und Tiefpunkten.

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht von dem Inhalt verraten, denn würde ich diese „Inhaltsangabe“ auch nur ein Quäntchen detaillierter fassen, müsste ich tatsächlich alle Begebenheiten dieses Buches aufzählen. Und das kann John Irving sicherlich viel besser .

 

Mein Leseeindruck

Ich habe „Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving bereits am 26.01.2012 ausgelesen. Seit dem denke ich darüber nach, was ich von diesem Buch halte und komme dabei einfach auf keinen grünen Zweig. Ich stehe dem Buch sehr ambivalent gegenüber. Auf der einen Seite trifft John Irving mit diesem Buch genau meinen Geschmack, auf der anderen Seite hat es aber dann doch recht lange gedauert, bis ich es durchgelesen hatte (43 Tage, das entspricht 14,56 Seiten pro Tag).

 

Dass ich doch recht lange an „Garp und wie er die Welt sah“ gelesen habe, liegt mitunter sicherlich an der Struktur, beziehungsweise dem Aufbau des Buches. Es gibt definitiv in dieser Aneinanderreihung von Skurrilitäten einen roten Faden, aber (wie es so ein Leben nun einmal so an sich hat) ist es sehr Episodenhaft. Keine Frage, die einzelnen Episoden waren mitunter recht schnell und (ab und an auch) vergnüglich oder voller Unglaube zu lesen, ebenso schnell war das Buch aber auch wieder weggelegt nach einer abgeschlossenen Episode. Es fehlt einfach manchmal etwas, das von der einen in die andere Episode überleitet, was mich als Leser konstant an das Buch fesselt.

Und trotzdem konnte mich „Garp und wie er die Welt sah“ überzeugen. Ich mag einfach derartig skurrile Geschichten. Und skurril, das trifft den Nagel auf den Kopf. Nicht ein einziger Charakter würde von mir das Attribut „vollkommen normal“ bekommen. Jeder sticht aus irgendeinem Grund aus der Masse der 08/15-Gesellschaft heraus. Und selbst die Nebencharaktere haben eine nahezu liebevolle Zeichnung bekommen (einer meiner liebsten Charaktere ist die Putzfrau Jillsy Sloper). Daran merkt man auch, dass Irving von Zeit zu Zeit ein wenig abschweift und seine Aufmerksamkeit Nebenhandlungen zukommen lässt, die die Geschichte nicht weiterbringen. Mich hat das nicht sehr gestört, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich daran einige Leser durchaus reiben könnten.

Garp geht in seinem Leben wahrlich durch so einige Hochs und Tiefs und ich habe ganz sicher oft den Kopf geschüttelt. Die Geschehnisse in diesem Buch sind wohl auch mit „skurril“ am besten zu beschreiben. Einige gehen deutlich unter die Gürtellinie, das sollte nicht unerwähnt bleiben. Gefallen hat mir, dass alles sehr unvorhersehbar war. Ich konnte nie vorausahnen, was mich auf der nächsten Seite erwartet. Und auch das Ende war für mich überraschend (wobei ich mir, als ich im Nachhinein darüber nachdachte, auch gar kein anderes Ende hätte vorstellen können). Besonders gefallen hat mir auch der Epilog, in dem Irving über den Verbleib der anderen Charaktere informiert. Auch hier ist noch das eine oder andere Schmankerl zu lesen, den Epilog sollte man auf keinen Fall überblättern.

Das Sprachniveau ist recht niedrig, die Sätze sind nicht zu lang, alles ist in schöne kurze Absätze eingeteilt, kurzum, das „Garp und wie er die Welt sah“ ist gut zu lesen.

 

Fazit

Ob nun „Garp und wie er die Welt sah“ tatsächlich ein TOLLES Buch ist, das muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder etwas mit so einem wirklich (und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole) skurrilen Buch etwas anfangen kann. Ich jedoch fand das Buch sehr gut und es war ganz sicher nicht mein letzter Irving!

 

Hinweis

Das von mir gelesene Buch war eine Leihgabe der Mutter meiner Schwägerin (ich habe es also noch nicht selber erstanden). Dieser von mir veröffentlichte und natürlich vollkommen unprofessionelle Leseeindruck basiert auf meiner tatsächlichen Meinung, es hat mich niemand dafür geschmiert.

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